Arduino Programmierwerkzeuge

Nachdem Taster und LED Matrix angeschlossen wurden, geht es direkt zur Software. Damit am Ende des Tages Spiele auf unserem Arduino spielbar sind, müssen wir erst unsere Programmierumgebung entsprechend installieren und konfigurieren, sodass wir die Spiele überhaupt programmieren können.

 

Installation der Arduino IDE

Um dem Arduino etwas Leben einzuhauchen, benötigt man die Arduino IDE, die offiziell angeboten wird. Hier kann, wie auch von einem normalen Texteditor gewohnt, Code geschrieben- und formatiert werden. Anschließend wird der geschriebene Code kompiliert und mithilfe der USB Schnittstelle auf den Flash Speicher des Arduino übertragen – auf Knopfdruck natürlich.

Die IDE gibt’s hier für Windows, Mac sowie Linux und ist schnell installiert. Dazu einfach dem Installer folgen und gewünschte Funktionen an- bzw. abwählen.

 

Hilfsbibliotheken für die LED Matrix

Das LED Backpack von Adafruit ist sehr einfach zu nutzen. Ist die Matrix erst einmal gelötet, kann es direkt weiter zum Download der Hilfsbibliotheken gehen, mithilfe deren die Matrix kontrolliert werden kann. Verschiedene Funktionen werden uns hier bereitgestellt, unter anderem dabei:

  • Zeichnen von Bitmaps
  • Anzeige von Linien, Kreisen, Rechtecken
  • Individuelle Beleuchtung einzelner Pixel
  • Anzeige von Text in verschiedenen Größen, Positionen und Modi

Nach einem Klick auf Download gelangen wir zur Open Source Kollaborationsseite GitHub, auf der das Projekt gehosted wird. Hier laden wir uns die neueste Version mit einem Klick auf Download ZIP herunter und entpacken das heruntergeladene Archiv. Der Ordner der anschließend zum Vorschein kommt muss im Library Verzeichnis der Arduino IDE abgelegt werden, damit die IDE darauf zugreifen kann. Der Pfad zu diesem Verzeichnis ist je nach Plattform unterschiedlich, bei Windows befindet er sich unter C:\Users\<user>\Documents\Arduino\libraries. Nun benennen wir das eben verschobene Verzeichnis noch zu Adafruit_LEDBackpack um.

Selbige Schritte müssen noch mit der Adafruit GFX Bibliothek erledigt werden, die es hier zum Download gibt. Bloß benennen wir dieses Verzeichnis zu Adafruit_GFX um.

Beispiele der Hilfsbibliothek sichtbar

Beispiele der Hilfsbibliothek sichtbar

Nach einem (Neu)start der Arduino IDE dürften wir nun unter dem Menüpunkt Datei > Beispiele einen neuen Eintrag Adafruit LED Backpack Library sehen, der viele Beispielprogramme zu den verschiedenen Bauteilen bietet. Unter anderem auch ein Beispielprogramm für die von uns verwendete LED 8×8 Matrix.

 

 

 

 

 

 

 

Beispielprogramm auf den Arduino übertragenarduino_ledbackpack_matrix8x8_sample

Wir wählen also nun das passende Beispielprogramm namens matrix8x8 für unsere LED Matrix aus dem oben gezeigten Menü aus. Es öffnet sich ein neues Fenster der IDE, dass den Code beinhaltet. Hier können wir das Programm nun auf den Arduino übertragen, indem wir ihn mithilfe des USB Kabels mit unserem PC/Notebook verbinden.

Vorher müssen wir jedoch den verwendeten virtuellen COM Port ermitteln und einstellen. Meistens erkennt die IDE diesen automatisch aber wir prüfen dies einfach noch einmal selbst unter dem Menüpunkt Werkzeuge > Port.

arduino_uploadIst alles eingestellt, muss nur noch der Button mit dem Pfeil nach rechts in der oberen linken Hälfte unterhalb der Menüleiste betätigt werden. Nach dem Flashen startet das Beispielprogramm von selbst und wir sehen zuerst Smilies, dann einige Linien und zuletzt eine fließende Textausgabe mit “Hello World”.

 

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Das Beispielprogramm im Einsatz

Soweit so gut. Wir haben alles, was wir benötigen und ein gutes Beispielprogramm, welches uns den Funktionsumfang visuell veranschaulicht. Der Entwicklung von Snake steht damit nichts mehr im Weg…

 

Hier geht es zum nächsten Schritt, bei dem wir die Entwicklung von Snake dokumentieren.

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